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   Grundlagen

 

Für peer development ist primär der „Collaborative Applications Market” relevant. Ein Teil dieses Marktes wird zukünftig durch die Peer-To-Peer Technologie (P2P) geprägt. Dieser Technologie wird von der Mehrheit der Analysten ein extrem starkes Wachstum und großer Einfluss auf die gesamte Software-Industrie   prognostiziert.

Um ein umfassendes Bild über die  relevanten Marktpotenziale zu bekommen, müssen zunächst die Märkte „Team Collaborative Application“ (TCA) und „Integrated Collaborative Environment“ (ICE) beleuchtet werden. Gemeinsam bilden sie den „Collaborative Applications Market”.

    Information zu "Integrated Collaborative Environments (ICE)"

ICE-Software bietet Lösungen für die elektronische Zusammenarbeit in Organisationen. Sie wird zumeist auch als „Groupware“ bezeichnet. Kernfunktionen sind eMail, Kalender, Gruppenkalender, gemeinsam genutzte Verzeichnisse und Datenbanken sowie eine Fülle von kundenspezifischen Anwendungen, die auf Basis von Plattformen wie Lotus Notes und Microsoft Exchange erstellt werden.

Anwender haben Zugriff über einen einheitlichen Client (z.B. Notes Client, Outlook) oder über einen Web-Browser. Die Administration und Anpassung von Anwendungen werden von zentralen IT-Abteilungen durchgeführt oder koordiniert.

Nach Einschätzungen der IDC wächst dieser Markt in West Europa von 35 Mio. Usern im Jahr 1999 auf über 74 Mio. Anwender im Jahr 2004. Dies entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 16%. Die Anzahl der neuen User pro Jahr liegt bei ca. 15 Mio.

 

Bei der Anzahl neuer User geht IDC von einem durchschnittlichen Wachstum von 1% aus, wobei das Niveau mit 15-16 Mio. neuen Usern auf einem sehr hohen Niveau liegt.

   Information zu "Team Collaborative Applications (TCA)"

TCA-Software bietet ein aufeinander abgestimmtes und integriertes Angebot von webbasierten Tools für die Zusammenarbeit von Gruppen. Solche Gruppen bestehen sowohl innerhalb einer Organisation als auch organisations-übergreifend zwischen verschiedenen Unternehmen.

 

Kernfunktionalitäten sind gemeinsam genutzte virtuelle Arbeitsräume, sogenannte „shared spaces“, in denen der  Austausch von Informationen (z.B. Dateien, Aufgaben, projekt- oder teamspezifische Informationen) erfolgt.

 

Bei TCA-Software haben die Anwender in den meisten Fällen Zugriff über einen Browser und können darüber die benötigten Konfigurationen für Benutzer, Gruppen und Tools selbst vornehmen. Weitergehende Anpassungen liegen primär in der Verantwortung der Anwender. Dadurch bleiben die Kosten für die Einführung, Wartung und Schulung sowie für das Management von Servern und Netzwerken begrenzt.

Abbildung 1           Entwicklung TCA User 1999-2004, Quelle IDC #LG67G

Nach Einschätzung von IDC wird der Markt in West-Europa für TCA User  von 365.000 in 1999 auf über 2.5 Millionen  in 2004 anwachsen.  Der Bereich der neuen User steigt von 185.000 in 1999 auf über 1.1 Millionen im Jahr 2004. Die  durchschnittliche Wachstumsrate in dieser Periode beträgt 48%.

 

Diese Zahlen belegen eindrucksvoll die sehr starke Verlagerung des Wachstums vom ICE-Markt in Richtung TCA-Markt.

 

Einschätzung führender Analysten


Einschätzung Metagroup
Die Analysten der Metagroup haben keinerlei Zweifel daran, dass Groove ein Erfolg wird. Das Produkt ist ein Meilenstein in der Evolution des „Collaborative Market“. In den nächsten Jahren wird nach Einschätzungen der Metagroup die Nutzung von Peer-To-Peer Technologien, wie z.B. Instant Messaging, explosionsartig zunehmen. Es werden völlig neuartige Anwendungen entstehen, die „Collaborative Services“ direkt in die Unternehmensprozesse integrieren.

Einschätzung Gartner Group
In der „Research Note“ vom 30. Januar 2001 geht Gartner erstmalig auf Peer-To-Peer Technologien ein. Laut Gartner wird Peer-To-Peer zur „next major wave in PC based computing“.  Bis zum Jahre 2004 wird dieser Trend hauptsächlich vom Consumer-Markt vorangetrieben. Anschließend werden dann auch Unternehmen diese Technologie verstärkt einsetzen.

Peer-To-Peer wird zur nächsten „Killer App“ des Internet. Gartner Group sieht fünf verschiedene Architekturmodelle, die in der „Research Note“ vom 5. Februar 2001 vorgestellt werden.

In der „Research Note“ vom 8. Februar 2001 kommt Gartner zu der Auffassung, dass „Peer-To-Peer Computing“ wesentlich mehr ist als ein einfaches „File-Sharing“ zwischen einzelnen PCs. Die Möglichkeit zur Gruppenarbeit im Internet wird mit Hilfe von Peer-To-Peer Technologien wesentlich einfacher sein als in der Vergangenheit. Die Arbeitsweise wird sich mit dem den Einsatz von Peer-To-Peer völlig verändern.

 In der „Research Note“ vom 23. Februar 2001 geht Gartner auf die Alleinstellungsmerkmale (USP) von Groove ein. Die einzelnen Funktionalitäten von Groove wurden schon seit Jahren von verschiedenen Wettbewerbern mit unterschied-lichsten Technologien realisiert. Der USP von Groove ist eine Plattform, die alle Tools integriert, offen für Weiterentwicklung ist und dem User die Verantwortung für seine „Collaboration Tools“ gibt, unabhängig von den IT Departments. Auf der anderen Seite werden durch die fehlende Kontrolle der IT Departments Probleme in den Bereichen Security, Performance und Kostenkontrolle auftreten. Hier müssen Lösungen gefunden werden.

 

 Einschätzung IDC
Nach Einschätzungen von Analysten der IDC sind Groove und Peer-To-Peer sehr vielversprechend in Bezug auf „Collaborative Applications“. Schwierigkeiten sehen die Analysten darin, Unternehmen davon zu überzeugen, bestehende Infrastrukturen zu ersetzen.

„Collaboration“ und „Content Management“ sind die entscheidenden Faktoren für „Knowledge Management“. Groove Networks  bietet hierfür keine komplette Lösung, sondern konzentriert sich mehr auf Technologien zur Unterstützung von Personen und Prozessen in Bezug auf „Content Management“. Zum „Knowledge Management“ liefert Groove Networks nur einige Komponenten. Um diese Lücken in den Kernkompetenzen zu schließen, sind Partnerschaften notwendig.

 

Studie von peertopeercentral.com